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Das Kreativitätskonzept zielt auf die Entwicklung und Förderung der Kreativität durch die Entwicklung des Begabungspotentials, der Intelligenz und der zugehörigen Persönlichkeitsqualitäten.
Kreative Prozesse werden dabei als Problemlösungsprozesse begriffen und gestaltet, deren erfolgreicher Verlauf wesentlich durch eine hohe, sich aus dem Interesse an der Sache ergebende Motivation geprägt ist. Bildung und Erziehung an BIP Kreativitätseinrichtungen sind damit auf die ganze Persönlichkeit gerichtet, sprechen Gefühl und Verstand an. Wir gehen dabei von der Position aus, dass hohe kreative und - wie seither umfangreich bestätigt -, auch hohe schulische Leistungen auf der Einheit eines
(1) hohen Niveaus logischen Denkens (2) entwickelter sprachlicher und fremdsprachlicher Kommunikationsfähigkeiten (3) eines hohen künstlerisch- ästhetischen Niveaus (4) entwickelter (psycho-)motorischer Fähigkeiten und (5) eines hohen emotional-sozialen Niveaus ihrer Persönlichkeitsqualitäten basieren.

Auf jedem der fünf Strahlen kann die Ausprägung der Fähigkeiten oder die zu erreichende Zielvorstellung abgetragen werden. Wenn wir uns die staatlichen Schulpläne ansehen, so ist die Ausprägung auf den einzelnen Strahlen sehr unförmig. Der kognitive Strahl wäre am weitesten ausgeprägt, der kommunikative (muttersprachliche und fremdsprachige) schon etwas weniger, der dritte Strahl wäre auf die wenigen Stunden Kunst und Musik reduziert, der Vierte noch schwächer ausgeprägt und der Fünfte, die soziale und emotionale Entwicklung, kaum noch sichtbar. Die gelb schraffierte Fläche der Abbildung, das sogenannte Potentialfeld, verdeutlicht das noch ungenutzte Potential, dass es in den BIP Kreativitätseinrichtungen in jeder Dimension zu entdecken und zu entwickeln gilt. Die BIP Kreativitätseinrichtungen, die als praktische Konsequenz seit 1993 im bundesdeutschen Raum etabliert wurden, vermitteln eben deshalb additiv ein Zusatzangebot, das insgesamt von der Krippe bis zum Gymnasium geeignet ist, diese harmonische Entwicklung in allen fünf Dimensionen auszulösen.
Diese fünf Persönlichkeitsdimensionen werden durch unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Mehlhorn entwickelte Komplexprogramm (Bildungsprogramm), an dem sich alle Kinder gleichermaßen beteiligen, spezialisiert und integrativ gefördert. Es geht also dabei um jede der oben genannten fünf Begabungsdimensionen mit der Herausdifferenzierung von Profillinien gegen Ende der Grundschulzeit.
Alle Kinder werden dazu in folgende spezialisierte Tätigkeitsangebote einbezogen, die nach unserem bisherigen Erkenntnisstand in Ergänzung der Lehrplananforderungen zum Erreichen dieser Zielstellung am besten geeignet sind: - Erlernen des Schachspiels und strategischer Spiele
- Nutzung des Computers zum Knobeln und Gestalten bis hin zur Befähigung zur interaktiven Nutzung, Präsentation und Animation sowie Einführung in die Nutzung digitaler Medien
- kreativer Sprachgebrauch, kreatives Schreiben/sprachliches Gestalten
- frühe Sensibilisierung für fremde Sprachen (in den BIP Kreativitätsgrundschulen ab Klasse 1 drei Fremdsprachen: eine germanische (Englisch), eine romanische (Französisch), eine außereuropäische (z.Z. Arabisch, in Berlin wahlweise Arabisch oder Chinesisch) bis zum systematischen Erlernen dieser Fremdsprachen
- Darstellendes Spiel, Rollenspiele, Theaterspiele
- Tanz und Bewegung
- Bildkünstlerisches Gestalten (Malerei, Grafik, Plastik, Foto)
- Musikalisches Gestalten
- EEE "Entdecken - Erfinden - Erforschen" (durchgehende Linie von der Kita bis zum Gymnasium, in der Grundschule durch Spezifizierung von Inhalten der Lehrplanfächer Sachkunde und Werken sowie durch Ferienprojekte)
- in allen BIP Kreativitätsgrundschulen: Erlernen der Grundlagen eines Musikinstruments über mindestens ein Jahr - bei Interesse weitere Fortführung (zurzeit in den einzelnen Klassen und Schulen unterschiedlich, erfasst werden bis 70 % aller Schüler)

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