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Der erste Tag des ersten Schuljahres und auch der Schulzeit beginnt mit Unterricht und nicht mit Aufarbeitung der Kindergartenzeit: Schule ist in neuer Qualität Lernort ab Montag 8 Uhr. - Hauptschwerpunkt ist auch an der BIP Kreativitätsgrundschule die Erfüllung der Lehrplan-Rahmenplanforderungen. Aber diese sind Minimum. Ab Schulbeginn steht im Zentrum aller Fächer das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen. Weihnachten sollen alle Kinder nach Möglichkeit lesen können, zu Beginn der Februarferien ist der Erstleseprozess abgeschlossen. Dazu dienen auch Heimatkunde, Sachkunde, Förderstunden sowie kreatives Schreiben. Auch im Zusatzfach bildkünstlerisches Gestalten kann der Pädagoge mit Buchstaben und Zahlen arbeiten, in Schach müssen schon in den ersten vier Wochen alle neu hinzukommenden Kinder (in den Kreativitätskindergärten ist dies Bestandteil des dortigen BIP Bildungsplanes) die Randbuchstaben auf dem Schachbrett kennen usw., analog dienen wiederum alle Fächer auch der Mathematik, etwa durch Zahlen kennen lernen, Größen vergleichen, dto. Heimatkunde, Sachkunde usw.
- Ergänzt wird der Unterricht nach Rahmenplan durch folgende in die Stundenplanung als Fächer aufzunehmenden Inhalte im Umfang von je einer Wochenstunde als Komplexprogramm zur Begabungs- und Kreativitätsentwicklung: Bildkünstlerisches Gestalten, Musikalisches Gestalten, Tanz/Bewegung, Darstellendes Spiel, Sprachliches Gestalten, Schach, Informatik, Englisch, Französisch, Arabisch (alle Fächer mit Ausnahme der Schulen, in denen Versuche laufen, von Klasse 1 bis Klasse 4 mit je einer Wochenstunde - eine Fremdsprache mit 2 Wochenstunden, ggf. inklusive von Lehrplanstunden). Andere Sprachen sind auch möglich, allerdings ist dabei das Grundprinzip der Integration von drei unterschiedlichen Sprachen, darunter eine nichteuropäische Sprache, im Verlauf der Grundschulzeit einzuhalten.
- Zensuren werden erteilt und zwar bereits ab Klasse 1 (Beginn behutsamen Zensierens in den Leistungsfächern - nicht Musik, Kunst bevor es lt. Lehrplan des Landes sein muss, Notengebung ab etwa Dezember, beginnend mit Deutsch und Mathematik, bis zum Beginn der 3. Klasse in allen weiteren Lehrplanfächern, zusätzlich auch in allen Fremdsprachen) - für Kinder mit den Noten schlechter als 2 erarbeiten die zuständigen Lehrer eine Analyse und einen Plan, wie diese Zensuren zu verbessern sind (3 gilt als negative Note, sie verhindert in Deutsch, Mathematik und Sachkunde den Besuch des Gymnasiums in Sachsen und Thüringen!). Obligatorisch und von den Schulleitungen generell zu kontrollieren ist das für die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachkunde
- ausführliche Worturteile in zwei Zeugnissen: Zeugnis mit Lehrplanfächern/ Kreativitätszeugnis (letzteres für alle Zusatzfächer, die nicht mit Zensuren bewertet werden (Bewegung/Tanz, Darstellendes Spiel, Schach, Musik/Rhythmik, kreatives Schreiben, Bildkunst und Informatik - die jeweiligen Leistungen können aber die Musik- und Kunstnoten positiv verbessern)
- Organisation eines Grundkursangebots für alle Kinder des ersten Schuljahres in Instrumentalspiel zusätzlich zu dem Kreativitätsförderprogramm, in der Regel an den kürzeren Nachmittagen Mittwoch bzw. Freitag (meist Gitarre, Flöte, Keyboard) zur Interessenentwicklung der Kinder. Dieses Angebot liegt außerhalb der Schulkosten, in der Regel in Kooperation mit einer Musikschule oder über einen speziellen Musikverein.
- Die Kinder/Eltern erhalten bei Bedarf regelmäßig Entwicklungsergebnisse, insbesondere wichtig ist dies für die Kinder selbst. Den Kindern ist täglich/ wöchentlich zu verdeutlichen, was sie an neuen Kenntnissen und Fähigkeiten erworben haben. Dies gilt auch als Basis für sinnvolle Wiederholungen nach einer Stunde, einem Stundenkomplex oder nach einer Woche. Sie müssen abrufbar wissen, auch gegenüber den Eltern, was an Neuem dazugekommen ist. Der Zuwachs an Neuem darf nie so gering sein, dass das nicht bemerkt wird. Und deshalb ist es ihnen bewusst zu machen. Dabei ist der Stolz auf das Erworbene zu wecken.
- Schule als Dienstleistungseinrichtung - die Kinder sollen sich in der Schule wohl fühlen, die Schule ist für die Kinder und deren Eltern da.
- Integration von Schule und Hort bzw. ergänzender Betreuung auch in höheren Klassen wie Silentium und Ferienprojekte im Gymnasium, ca. 18-22 Schüler pro Klasse und Hortgruppe (generell 20 Schüler plus/minus 20 %).
- 2 (Kreativitäts-)Pädagogen pro Klasse (bezogen auf 18-22 Kinder) für die innere und äußere Differenzierung (ab 16 Schüler erfolgt die Arbeit in 2 Gruppen, in der Regel getrennt nach der Leistungsentwicklung der Kinder). Bei weniger als 16 Kindern erfolgt keine äußere Differenzierung durch 2 Kreativitätspädagogen. Bei Lehrerausfall kann der Unterricht im Klassenverband erfolgen.
- Jede Klasse hat deshalb 2 Räume, einen "klassischen" Unterrichtsraum und einen kombinierten Hort-/Freizeitraum/Unterrichtsraum bzw. einen Freizeitraum mit Unterrichtsfunktion (kleinere Tafel) für differenzierten Unterricht. In Schulen mit Hort-Funktionsräumen werden diese für die Unterrichtsarbeit in Gruppen ebenfalls genutzt, in der Regel in den Fächern, die den Funktionsräumen gerecht werden (z.B. Kunstwerkstatt für Kunst und Bildkünstlerisches Gestalten, Kreativwerkstatt für EEE usw.). Ebenso stehen in der Hortzeit die Klassenräume zur Verfügung.
- die Lehrkräfte haben alle eine Fortbildung zum Kreativitätspädagogen, die Kenntnisse über Begabungsentwicklung und Probleme Minder- wie Hochbegabter einschließt, erworben oder befinden sich ab der Einstellung in einem entsprechenden berufsbegleitenden Kurs
- Keine Stunde Unterrichtsausfall: an BIP Schulen wird bei fehlenden Pädagogen immer eine qualifizierte, in der Regel fachgerechte Vertretung organisiert, Kinder werden nicht bei fehlenden Lehrern nach Hause geschickt
- Keine täglichen Hausaufgaben: alle Schularbeiten werden in der Schule unter Anleitung der Pädagogen geleistet, allerdings sind zusätzliche Aufgaben, die auch zu Hause erledigt werden müssen, erforderlich wie z.B. das Lernen von Gedichten, das Erlernen des Einmaleins, längerfristige Aufträge oder auch die Vorbereitung einer Präsentation/eines Vortrages zum Erlernen des selbständigen Arbeitens. Diese Aufträge nehmen mit zunehmendem Alter zu. Daraus folgt auch: Die Schultasche bleibt in der Woche in der Schule und die familiäre Atmosphäre an den Abenden bleibt entspannt - Eltern sind keine Hilfslehrer, sie sind aber für die Schule engagiert.
- Tägliche elternfreundliche Betreuungszeiten: Kernzeiten zwischen 8.00 und 16.00/ 16.15 Uhr an einem Wochentag allerdings nur bis 13 Uhr, Freitag bis 15 Uhr, sofern möglich
- Öffnung der Schule und des Hortes werktäglich 7.00 - 18.00 Uhr auch in allen Ferien mit vielen kreativen Projekten: Ausnahme: Betriebsferien zwischen Weihnachten und Neujahr
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