ACHTUNG: TEILNEHMER DES LEIPZIGER BEGABUNGS- UND KREATIVITÄTSPROJEKTS (MEHLHORN-PROJEKT) VON 1987 BIS 1993 AUCH WEITERHIN GESUCHT: Alexander Blümchen   Martin Buchheim   Sebastian Chabowski   Maik Donner   Frank Fischer   Alexander Förster   Stephanie Geyer   Simone Grömer   Maik Hainichen   Madeleine Herbst   Alexander Hönicke   Benjamin Jodeit   Frank Kauroff   Alexander Klotzer   Dirk-Mike Koch   Steffen Kreißig   Anja Kühnert   Claudia Lehmann   Matthias Liebers   Felix Lokaiczyk   Madlen Lörz   Christin Lübeck   Constanze Meyrose   Irina Mucke   Nicole Müller   Alexander Neuse   Ingo Pals   Christian Reinke   Sylvio Rohn   Uwe Schmidt   Michael Schwarz   Rafael Tesar   Sebastian Vogt   Marco Albrecht   Frank Bechstädt   Veit Bergmann   Birgit Bernhardt   Anke Berthold   Oliver Brodehl   Christina Cermak   Patrick Freitag   Diana Gerstner   Andreas Götze   Thomas Grusa   Lutz Haferkorn   Jens Heinicke   André Hesselbach   Susanne Heymann   Michael v. Holten   Andreas Kästner   Katja Klebe   Ralf Kochan   Jana Konrad   Stefan Konrad   Steve Könnecke   Diana Kubenz   Martin Kühnel   Michael Landgraf   Thomas Lichtenberger   Stefan Liehr   Jens Lorenz   Constanze Mosig   Kristin Quarsch   Grit Reiche   Sandra Rösgen   Tom Ruddigkeit   Yvonne Ruschkowski   Andrea Schmidt   Kevin Schneiderheinze   Sebastian Schramm   Maria Schultze   Tom Schulze   Tina Seidel   Tino Steinhardt   Melanie Stoye   Karina Taupadel   Ivonne Thieme   Jana Trapp   René Vogt   Nadine Wagner   Richard Weisheit   Christian Wohlfarth   Rita Zaspel   Enrico Ackermann   Thomas Barthel   Tommy Brauer   Mario Brauße   Christiane Busch   Stephanie Carolin   Mandy Crawaak   Robert Eichhorn   Jeanett Engelhardt   Oliver Feist   Matthias Forchmann   Yvonne Gotthardt   Mathias Heinrich   Katrin Höfer   Melanie Horn   Karsten Kaunath   Regina Kießling   Fabian Krätzer   Maik Kreysch   Henryk Kurda   Anne Lange   Susann Lehmann   Nico Leine   Jeanette Löbert   Ivonne März   Markus Mehnert   Robert Menzel   Manuela Patzsch   Doreen Pauli   Markus Pluta   Denis Resnjansky   Christian Richter   Christian Roderburg   Yvonne Rohmkopf   Katrin Scholz   Paula Schönfelder   Patrick Schubert   Stefan Städter   Marcel Stockig   Peter Tannenberger   Nancy Teich   Steve Thorn   Thomas Trella   Marcel Werner   Nils Wötzel   Juliane Zychla   Tony Appel   Carl Awischus   Marcus Berger   Hans- Georg Borvitz   Friedrich Büttner   Christian Engelhardt   Susann Fiedler   Manuela Fritz   Alexandra Gottas   Tom Grosswig   Thomas Halder   Tobias Hammer   Stefan Hannig   Claudia Hoppe   René Irmisch   Anika Jäger   Patrick Jeserich   Antje Körner   Doreen Korvitz   Gernot Krah   Manuela Kruppa   Christian Kühnel   Anja Lehmann   Jens Lehmann   Alexander Liebhold   Martin Lobst   Lars Pasternack   Jeremias Pretzsch   Thomas Scheidhauer   Astrid Schwendler   Hannes Siersleben   Nadine Stenzel   Michael Toth   Alice Vilda   Andreas Vörckel   Jens Waloseck   Nicole Weber   Sophia Weihringer   Jan Zaumseil   Madeleine Andrae   Christoph Beck   Carolin Danier   Nadine Benthin   Tobias Förster   Dennis Gehre   Claudia Gasch   Gasch, Christina   Steve Haase   Madeleine Heine   Jasmin Kube   Jens Kubienia   Michael Martin   Nadja Moritz   Anna Nischtitz   Enrico Paul   Sabine Pötzscher   Liane Rast   Markus Roter   Marcus Rudolph   Andreas Sagner   Mirko Schmidt   Claudia Schmidtke   Marco Weise   Antje Wiesner   Christina Winkler  

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SCHAFFUNG THEORETISCHER GRUNDLAGEN AB 1969

 

Pädagogische Forschungen (1969-1974)

  • Erarbeitung von Trainingsprogrammen zur Entwicklung und Förderung kreativen Denkens sowie Erarbeitung und Erprobung von speziellen Lehrprogrammen zur Entwicklung schöpferischen/kreativen Denkens
  • Hauptergebnisse: Kreativität ist in jedem Alter und über unterschiedliche Strategien entwickel- und förderbar, erfordert aber in unterschiedlichen Alters- und soziologischen Gruppen spezielle pädagogische Vorgehensweisen. Je höher die allgemeine geistige Leistungsfähigkeit (Intelligenz) der Personen umso größer auch die Wahrscheinlichkeit, zu breiter wirksamen schöpferischen Leistungen zu gelangen, in der Regel ist ein IQ von 120 die Basis für überragende und welthistorisch neue Leistungen (Intelligenzschwellenhypothese).

 

Psychologische Forschungen (ab 1971)

  • Untersuchungen zur Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit und deren Determinanten in umfangreichen Längsschnittforschungen
  • am Bedeutendsten ist die Intervallstudie Schüler des Zentralinstitutes für Jugendforschung ZIJ Leipzig vom 6.-24. Lebensjahr
  • Hauptergebnisse: Intelligenzentwicklung ist erheblich genetisch determiniert, die Ausschöpfung des individuellen Potentials ist aber vorrangig von der Qualität der pädagogischen Tätigkeit in Kindergarten und Schule abhängig - familiäre und soziale Defizite sind durch einfühlsames pädagogisches Handeln und Gestaltung einer fordernden und fördernden sozialen Umwelt umfassend behebbar, wie sie sich andererseits durch unzureichende pädagogische Arbeit und unzureichende soziale Umwelt verstärken.

 

Entwickelt und präzisiert wurden in diesem Zeitraum durch entsprechende Forschungen:

  • das fünfdimensionale Begabungsstrukturmodell sowie der Interaktion dieser Dimensionen für Kreativitätsentwicklung und -förderung
  • das Modell der Kontinuität und Diskontinuität der Begabungsentwicklung
  • das Modell der Begabungsentwicklung, -diagnose und -förderung als Stufen und zugleich als Einheit
  • das Modell: Kreativität als Kern jeder entwickelten Begabung und zugleich als herausragende Chance im Begabungsentwicklungsprozess
  • die Position: Kreativitätsförderung verlangt die Betrachtung des Individuums als biopsychosoziale Einheit sowie die Betrachtung der Intelligenz als dynamisches Phänomen - unzureichend ist die Favorisierung allein der so genannten Intelligenzschwellenhypothese

 

Soziologische Forschungen (ab 1975)

  • Vergleichsuntersuchungen unter soziologisch homogenen Gruppen, (graduell) differenziert nach Merkmalen hoher, insbesondere schöpferischer Leistungsfähigkeit bzw. -ergebnissen, um jeweils herauszufinden, was in jeder soziologischen Gruppe den Unterschied ihrer schöpferischen Leistungsfähigkeit (mit-)verursacht:
  • biografische Interviews und Analysen von Biografien international besonders schöpferisch erfolgreicher Wissenschaftler und Künstler

Hauptergebnisse:

  • besondere/exklusive Bedeutung des frühesten und frühen Kindesalters für die Entwicklung des individuell angelegten Begabungspotentials
  • besondere/exklusive Bedeutung des Zusammentreffens von Anregungen zur homogenen Entwicklung aller fünf Dimensionen der Begabungsstruktur (kognitiv - kommunikativ - musisch/ästhetisch - psychomotorisch und emotional/sozial)
  • besonders Begabte, die in ihrem Leben unter ihren Möglichkeiten bleiben oder ihre Kreativität nicht umsetzen können, scheitern in der Regel an unzureichend entwickelten Fähigkeiten auf anderen Gebieten, nicht auf ihrem Spezialgebiet (z.B. Erfinder oder Künstler an mangelnden kommunikativen oder mangelnden sozialen Fähigkeiten usw.
  • besondere Bedeutung eines anregungsreichen Familienklimas im frühesten Alter, Vorschulalter und Grundschulalter, bestenfalls stark kulturell-künstlerisch geprägt
  • besondere Bedeutung eines traditionellen "bürgerlichen Leistungsklimas" in der Familie, damit Ausprägung von Eigenschaften wie Beharrlichkeit, Einsatzbereitschaft, Anstrengungsbereitschaft, Selbstüberwindung, Nichtaufgebenwollen bei Schwierigkeiten, hohe intrinsische Leistungsmotivation
  • besondere Bedeutung von erwachsenen bzw. älteren Partners der Heranwachsenden, egal ob Familienmitglied oder Lehrer für die Schaffung personal vermittelter Anregungen der vorwiegend intrinsisch motivierten Kinder/Jugendliche

Leipziger Forschungsprojekt zur Begabungs- und Kreativitätsentwicklung:

  • mit dem Schuljahr 1987/88 begann nach mehrjährigen theoretischen Vorbereitungen an der Hochschule für Musik "Felix Mendelssohn Bartholdy" unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Mehlhorn, Ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie die empirische Phase des Leipziger Forschungsprojekts zur Begabungsentwicklung [mehr]