Das Projekt PERLE - PERsönlichkeits- und LErnentwicklung von Grundschulkindern - wurde gemeinsam von den Universitäten Bamberg und Kassel sowie dem Deutschen Institut für Internationale pädagogische Forschung unter Leitung von Prof. Dr. Frank Lipowsky (Universität Kassel) sowie Prof. Dr. Gabriele Faust (Universität Bamberg) durchgeführt.
PERLE untersucht mit einem kombinierten Querschnitt- und Längsschnittdesign die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der BIP Kreativitätsschulen in Sachsen. Diese hauptsächlich im Primarbereich angebotenen freien Schulen sind auf die umfassende Förderung der Begabung, Intelligenz und Persönlichkeit ihrer Schüler/-innen ausgerichtet. Die Gymnasialempfehlungen, die fast alle Viertklässler beim Übergang in den Sekundarbereich erhalten, und die herausragenden Leistungen einzelner Kinder auf kognitiv anspruchsvollen und kreativ-künstlerischen Feldern gelten bislang als Indiz dafür, dass die Schüler/-innen in diesen Einrichtungen besser als in den staatlichen Grundschulen gefördert werden. Die Studie erfasst zunächst querschnittlich im Wesentlichen mit dem IGLU-Instrumentarium die Leistungen der Viertklässler/-innen an mehreren Standorten in den neuen Bundesländern. Dadurch werden unter Kontrolle des sozialen Hintergrunds die Kompetenzen der BIP Schüler/-innen in zentralen Domänen am Ende der Grundschule mit einer repräsentativen Stichprobe verglichen.
Während PERLE I (Laufzeit 2006 - 2009) insbesondere durch die Videostudien und zahlreichen Lehrerbefragungen auf unterrichtliche Bedingungen fokussiert, die Persönlichkeits- und Lernentwicklung beeinflussen, richtet sich der Fokus in PERLE II (Laufzeit 2009 - 2011) auf die individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Ein weiterer Schwerpunkt der PERLE II-Studie liegt auf der Analyse der familiären Bedingungen, unter denen Schülerinnen und Schüler lernen und sich entwickeln.
Die Stichprobe besteht aus 17 Grundschulklassen der BIP Kreativitätsgrundschulen und 21 Klassen aus staatlichen Grundschulen.